Wie alles begann

Die Große Gleueler Karnevalsgesellschaft von 1912 e.V. feierte im Jahre 2002 ihr 90jähriges Vereinsjubiläum.
Sie ist somit die älteste Karnevalsgesellschaft in Hürth-Gleuel.
Im Jahre 1912 wurde der „Theaterverein Edelweiß“ unter dem Vorsitz von Johann Schöddert, besser bekannt unter dem Namen "Dä Ühm", gegründet.
Man wollte durch Theaterspiel und Büttenreden dazu beitragen, das damalige, eintönige Alltagsleben etwas aufzuheitern.
Schnell entstand durch Eigeninitiative der Mitglieder im Vereinslokal auf dem Kramberg eine Bühne.
Kaum hatte man große Freude am Theaterspiel gefunden, da brach der 1. Weltkrieg aus und setzte den Aktivitäten ein vorläufiges Ende.
Nach dem Krieg wurde die Vereinsarbeit im Vereinslokal Vosen wieder aufgenommen.
Gleichzeitig entstanden in vielen Nachbarorten weitere Theatergruppen und man nahm an Wettstreiten im Theaterspiel teil.
Der „Theaterverein Edelweiß“ erzielte gute Erfolge.
Unter den Kriegseinwirkungen hatte der Saal Vosen sehr gelitten u. so war man zu einem Lokalwechsel „Zum halben Mond“ (Junker/Brunner) gezwungen.
Im neuen Vereinslokal befand sich wieder eine Bühne, somit stand dem Theaterspiel nichts im Wege.
Es wurde Volksstücke sowie Operettenaufführungen einstudiert, der Erfolg wuchs!

In der Karnevalszeit 1928 veranstaltete man neben einem Kostümball auch die erste Karnevalssitzung in Gleuel.
Das nun immer mehr auflebende Karnevalstreiben veranlasste 1933 eine Namensänderung in
Theater- und Karnevalsgesellschaft von 1912.
Bereits 1934 veranstaltet die Gesellschaft den ersten Rosenmontagszug in Gleuel mit Johann Schöddert als 1. Prinz Karneval.
1936 fand der zweite Rosenmontagszug in Zusammenarbeit mit den übrigen Ortsvereinen statt.
Gleichzeitig wurde Kaspar Vosen zum Prinz Karneval von Gleuel proklamiert.
Da 1939 der 2. Weltkrieg ausbrach fand vorerst der letzte Umzug statt.
Viele Häuser sowie die Gaststätte Junker mit ihrem Saal wurde in Mitleidenschaft gezogen und man war erneut gezwungen ein neues Vereinslokal zu suchen.
Man wechselte in das Bergmannsheim (Bohr), wo man wieder eine Bühne errichtete.
Es folgten dort zahlreiche Darbietungen, die sich großer Beliebtheit erfreuten, dennoch hatte man durch die Währungsreform einige Einbußen zu verzeichnen. Selbst durch Funk- u. Fernsehen war man gezwungen, das Laienspiel einzustellen und man benannte die Gesellschaft um in "Große Gleueler Karnevalsgesellschaft von 1912".
Mit Eintritt der Gesellschaft in den Festausschuss wurde sie ab 1976 ein eingetragener Verein.
Seit 1976 erlebte die Gesellschaft viele neue Umstrukturierungen.
In der heutigen Zeit ist eine adäquate Vorstandsarbeit nicht einfach und somit für jeden Vorsitzenden zu einer großen Herausforderung geworden.
Mit der Amtszeit von Horst Weber als 1. Vorsitzender (1996-2008) hat ein sehr großer Wandel in der Karnevalsgesellschaft stattgefunden. Die Gesellschaft bekam viele junge Mitglieder, daraus wuchs nicht nur eine neue Generation heran, sondern auch der Tollitäten-Nachwuchs wurde somit bis heute gesichert.
Im Jahr 1999 gründete sich aus einer Überraschungsdarbietung von Prinz Dieter I (Dieter Meermagen) die Männer-Schautanzgruppe „KG-Boys“. Diese Tanzgruppe steht seit Ihrer Gründung unter der Leitung von Silvia Schumacher. Durch den Fleiß, Humor und der Einsatzbereitschaft der Tänzer und Trainerin, hat die Gesellschaft ihre Popularität in der Öffentlichkeit weiter ausbauen können.
Nun im Jahr 2008 mit der Neuwahl des 1. Vorsitzenden Guido Brüggen, wird wieder eine neue Ära in der Karnevalsgesellschaft beginnen und man hofft, das wieder ein großer Meilenstein in der Historie zurückbleiben wird!

















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